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In der Folge 315 der TV-Sendereihe "Was die Großmutter noch wusste" war der Experten-Rat von Dr. Nicolai Worm gefragt:
Glykämischer Index / Glykämische Last
Dr. Nicolai Worm über Vorsicht beim Umgang mit glykämischem Index
Dr. Nicolai Worm berichtet über eine neue amerikanische Untersuchung, an der 38.000 Frauen teilnahmen und wobei ein erhöhtes Darmkrebsrisiko bei einer kohlenhydratreichen Ernährung, also einer Ernährung mit hoher glykämischer Last, festgestellt wurde.
Die Ursache ist wahrscheinlich ein hohes Insulinaufkommen bei älteren Personen, die übergewichtig sind und sich nicht genügend bewegen. Vorsicht also bei Lebensmitteln mit hohem glykämischen Index.
Der glykämische Index kann für sich angewendet allerdings irreführend sein.
Als vor 20 Jahren der glykämische Index entwickelt wurde, erhielten Versuchspersonen 50 g Traubenzucker als Ausgangsbasis. Davon ausgehend sind viele hundert Lebensmittel getestet worden. Dabei wurde jeweils so viel der Lebensmittel an die Versuchspersonen gegeben, dass die Kohlenhydratmenge der Ausgangsgröße (50 g Traubenzucker) entsprach. Das bedeutet z.B., dass 1 kg Karotten verglichen wurden mit 50 g Traubenzucker. Auf diese Weise ergab sich für Karotten ein hoher glykämischer Index (71). Dabei wurde außeracht gelassen, dass niemand 1 kg Karotten als Mahlzeit aufnehmen kann. Bei der Umrechnung der Karotten mit tatsächlich essbaren Mengen kommt man zu einem anderen Wert, der als glykämische Last bezeichnet wird und der die tatsächliche Belastung des Organismus durch Kohlenhydrate bezeichnet. Insofern muss man beim Umgang mit dem glykämischen Index vorsichtig sein und die tatsächliche glykämische Last als Orientierungspunkt nehmen, am besten durch Berücksichtigung der Ernährungspyramide von Dr. Nicolai Worm.
Quelle: Website der Sendereihe "Was die Großmutter noch wußte"
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