Diabetiker: Kartoffeln nur in kleinen Portionen
Große Portionen erhöhen den Blutzuckerspiegel
Kartoffeln sind grundsätzlich auch für Menschen mit Zuckerkrankheit ein sehr geeignetes Nahrungsmittel. Allerdings sollten sie das kohlenhydratreiche Nahrungsmittel immer nur in kleineren Portionen essen, heißt es im Apothekenjournal "Diabetiker Ratgeber". Das Deutsche Diabetes-Forschungsinstitut an der Universität Düsseldorf hat festgestellt, dass Kartoffeln den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen. Diabetiker, die ihre Insulindosis nicht jeder Mahlzeit genau anpassen können, sollen deshalb die Kartoffelportionen nicht zu groß ausfallen lassen und lieber auf mehrere Mahlzeiten verteilen.
Quelle:
Apothekenzeitschrift "Diabetiker Ratgeber" 1/2001
Juristen wissen genau: Wenn eine Regel grundsätzlich gilt, dann gibt es Ausnahmen. Das ist wohl auch bei Kartoffeln der Fall. Allerdings gelten diese Ausnahmen nicht nur für Diabetiker.
Während man lange Zeit davon ausging, dass komplexe Kohlenhydrate wie die Kartoffelstärke einen niedrigen glykämischen Index aufweisen müssten, zeigten sich wohl einige unerwartete Effekte. Anscheinend benötigt die Stärke tatsächlich etwas Zeit, bis sie nach und nach in kleine Stücke zerhackt ist. Aber dann scheint alles plötzlich ratzfatz zu gehen. Offenbar werden die vielen kleinen Stücke nach dieser Vorlaufzeit blitzschnell zu Einfachzuckern, also zu Glucose abgebaut. Resultat: Die Blutzuckerspitze, die eigentlich hätte vermieden werden sollen, kommt lediglich etwas zeitverzögert - aber heftig.
Werden die Kartoffeln auch noch vorverdaut, also gut weichgekocht, gebraten oder sogar als Püree gegessen, dann stehen die Kartoffeln weichgekochten Nudeln, was ihre ungünstige Wirkung anbelangt, in nichts mehr nach. Also gilt: Wenn Kartoffeln, dann nur in kleinen Mengen. Als der große Sattmacher sind die Erdäpfel damit eher ungeeignet.
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