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Franca Mangiameli, Nicolai Worm
LOGI GUIDE
Tabellen mit über 500 Lebensmitteln, bewertet nach ihrem glykämischen index und ihrer glykämischen Last
systemed-Verlag, Lünen, ISBN 3-927372-28-5
Die etablierten Ernärungswissenschaftler hatten bislang an der LOGI-Methode bzw. der LowCarb-Ernährung schon wenig auszusetzen. Nur ein Problem hatten sie: Es war sehr schwer, die glykämische Last ganz genau zu berechnen. Dazu mussten Zahlen aus verschiedenen Tabellen zusammengesucht und kombinieret werden. Das bedeutete natürlich einen höheren Aufwand, zumal die verschiedenen Tabellen, die den glykämischen Index verzeichneten nie auch nur halbwegs vollständig waren (abgesehen von Zahlenwerken auss Australien oder aus Amerika). Das sollte nunn aber vorbei sein.
Zwar besteht nach wie vor das Problem, dass sich Glykämischer index und damit auch die Glykämische Last durch die Zubereitung verändern können. Das ist aber allenfalls für Theoretiker ein Problem. Wer sich mit LOGI ernährt, der braucht sich um die Stellen hinterm Komma nicht zu kümmern und wer sein Essen nicht generell zu Brei zerkocht, der wird auch mit unangenehm hohen Last-Werten keine Probleme bekommen.
Diese Tabelle im handlichen Format (etwa wie ein CD-Cover) leistet aber auch für Normalverbraucher hervorragende Dienste. Im Vorspann kompakt zusammengestellt sind alle Argumente, die für LOGI sprechen. Zwei Tagesübersichten zeigen die Vorteile von LOGI gegenüber LowFat-Diäten.
Über fünfhundert Lebensmittel werden dann im ausführlichen Tabellenteil mit den wichtigen Grunddaten aufgelistet: Kohlenhydratgehalt, Glykämischer Index und die glykämische Last pro 100 g. Da diese Werte aber nicht sehr aussagekräftig sind, wird gleich ausgerechnet, wie groß die glykämische Last für eine übliche Portion ausfällt. Farbsignale (Ampelfarben) zeigen auf einen Blick, wie ein Lebensmittel zu bewerten ist. Berücksichtigt ist übrigens auch der Ballaststoffgehlt.
Diabetiker erhalten mit diesem Büchlein die Möglichkeit, den Insulinbedarf wesentlich genauer abzuschätzen, als dies bisher mit den verfügbaren BE-Tabellen möglich war.
Was die Praxistauglichkeit etwas mindert (eigentlich sollte man den Logi-Guide anfangs beim Einkaufen in der Tasche haben) sind einige grobe Schnitzer im Layout. Ich würde dem Layout-Team gerne einmall etwas Nachhilfe-Unterricht geben. Jedenfalls würde ich klar stellen, dass es keine gute Idee ist, mittelgelbe Teste auf gelben Untergrund zu placieren. Oder gar weise Buchstaben auf hellem gelben Hintergrund. Wenn schon Negativ-Schrift, dann auf den (sehr) dunklen Farbflächen, wo das Layut-Team auf die verwegene Idee kam, schwarzen Text zu setzen. |
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